Trastevere – Roms lebendiges Stadtviertel

Heute folge ich den Tipps der deutschen Römerin und erkunde Trastevere – Roms lebendiges Stadtviertel, eines der beliebtesten “jenseits des Tibers” in Rom (lat. Trans Tiberim). Es ist eine Mischung, die sich schwer in Worte fassen lässt: 

Ein bisschen Punk, ein bisschen Postkarte. Das Viertel ist eines dieser Highlights, die man in Rom “auf keinen Fall verpassen sollte”. Das Schwierige an Trastevere jedoch ist, dass man es kaum beschreiben kann, ohne auf Reiseführer-Phrasen zurückzugreifen. 

Bröckelnden, mit Pflanzen bewachsenen Fassaden der schiefen Häuser, quer über die Straßen gespannten Wäscheleinen und die vielen Cafés und Weinbars lassen leicht klischeehafte Italienidylle aufkommen. 

Trastevere – Roms lebendiges Stadtviertel

…. ein wenig Geschichte 

Durch die Nähe zum damaligen Flusshafen siedelten sich hier bereits in der Antike viele Arbeiter und Händler an. Unter Kaiser Augustus wurde die Gegend in das römische Stadtgebiet eingegliedert. Durch die vielen Händler war Trans Tiberim von einer Vielzahl unterschiedlicher Kulturen und Religionen geprägt. So nimmt es nicht Wunder, dass sich für lange Zeit auch ein Großteil der jüdischen Bevölkerung hier niedergelassen hatte.

In der zweiten Hälfte des 19. Jh. wurde Trastevere, unter anderem durch die Ansiedlung der Tabakmanufaktur, zu einem klassischen Arbeiterviertel. Bereits ab den 60er Jahren begann sich jedoch die alteingesessene Bevölkerungsstruktur zu verändern. 

Im kollektiven und popkulturellen Gedächtnis bleibt Trastevere jedoch verbunden mit der typischen Romanità, dem Rom der einfachen Leute, die sich Teils mit mehr oder weniger legalen Aktivitäten und einer gewissen „Schlitzohrigkeit „ über Wasser halten. 

In den letzten Jahrzehnten hat sich Trastevere zu einem bei Touristen und Studenten beliebten, sehr lebhaften Ausgehviertel mit vielen Bars und Restaurants gewandelt. Aber auch wenn Trastevere mittlerweile nicht mehr als Geheimtipp gilt, so hat es doch seinen pittoresken Charme nicht verloren und ihr solltet euch selbst bei eurem Rom Aufenthalt davon überzeugen.

Ganz nebenbei sind die Gassen Trasteveres auch der Geburtsort von Berühmtheiten wie Ennio Morricone (dem Meister der Filmmusik), und dem legendären, römischen Volksschauspieler Alberto Sordi. 

 

Folgt mir heute also auf den Spuren der Tipps aus dem Video der Deutschen Römerin.

Sehenswürdigkeiten: Insidertipps der Deutsche Römerin 

  • Villa Farnesina
  • Kirche Santa Maria in Trastevere
  • Tempietto del Bramante
  • San Pietro in Montorio
  • Gianicolo

Zusätzlich gibt es noch ein paar persönliche Highlights und Empfehlungen in Trastevere in Bezug auf Essen,
Trinken, Nachtleben & Co.

Trastevere – Roms lebendiges Stadtviertel

Die Villa Farnesina – Geballte Ladung Schönheit mitten in Trastevere

Dass sich meine Leidenschaft für einstige Prachtvillen, die schließlich zu Museen umfunktioniert wurden, in Grenzen hält, habe ich ja auf der Tour zu den Geheimtipps in Rom schon angedeutet. Trotzdem bin ich neugierig auf die Villa Farnesina, an der ich schon so oft vorbeigelaufen bin, die ich aber noch nie besichtigt habe. Annett sagt, es lohnt sich und bezeichnet sie in einem Telefonat sogar als “heimlichen Favoriten, wenn man geballte Schönheit ohne viel Trubel sehen will!” Da bin ich natürlich gleich hellhörig. Meine Neugierde ist geweckt und so laufe ich also am Tiberufer (Lungotevere Farnesina) unter den herrlichen Platanen am Flussufer entlang und kann so die Villa Farnesina gar nicht verfehlen.

Sobald man hineingeht, sieht man Schönheit überall:

In Form von farbenfrohen Malereien (u.a. Fresken von Raffael), dem edlen Marmor, imposanten Säulen und dem Blick in den Garten. Der Besuch der Villa Farnesina ist wirklich ein Bad in purer Bellezza: Harmonie gepaart mit Eleganz und ein bisschen mehr von einfach allem. Erbaut wurde die Villa von dem mächtigen Bankier Agostino Chigi, der sich als großer Kunstliebhaber und -förderer gerne mit Künstlern und Literaten umgab. Das Resultat ist wirklich beeindruckend. Vielleicht kann man sie sogar als das weltliche Pendant zur sixtinischen Kapelle bezeichnen. Nur eben längst nicht so überlaufen. 

Mein Testurteil zur Villa Farnesina in Trastevere

  • Ideal für: Schöngeister, Architektur- und Kunstliebhaber, die ganz ohne Trubel fantastische Fresken bewundern wollen.
  • Top: Echter Geheimtipp: Kein starker Ansturm und trotzdem viel zu sehen
  • Flop: Nackenstarre vom vielen Hochgucken
  • Lässt sich gut verbinden mit: Einem Spaziergang entlang des Tiberufers
  • Mein Tipp für euch: Wenn ihr eure Eintrittskarte für die Vatikanischen Museen vorzeigt, bekommt ihr 1€ Rabatt auf die Eintrittskarte für die Villa Farnesina.

Trastevere – Roms lebendiges Stadtviertel

Die Kirche Santa Maria in Trastevere und einer der schönsten Plätze in Rom

Ladies aufgepasst, diese Kirche ist eine der ältesten Marienkirche Roms (vielleicht sogar die Erste). Die ältesten Gebäudespuren stammen aus dem Jahr 217 n. Chr.. Ein paar Jahrhunderte später wurde die Kirche dann vergrößert, modifiziert und schließlich im späten Mittelalter vollständig umgebaut: dabei wurden auch antike römische Säulen wiederverwendet.

Diese Kirche ist ein einzigartiger Ruhepol inmitten des lebhaften Trastevere. Besonders andächtig ist die Atmosphäre, wenn dort gegen 18/19 Uhr das gesungene Abendgebet der Communità di Sant’Egidio stattfindet. 

Allgemein werden die Kirchen von Rom ja gerne als gratis Museum bezeichnet. Sie sind Stätten der Andacht für die einen, Kunst für umsonst für die anderen. ABER: Es gibt keine Audioguides und keine Informationstafeln wie im Museen. Damit man Roms viele Gotteshäuser, ihre Architektur, Geschichte, Symbolik, Funktion, Bedeutung, und ihrer verborgenen Geheimnisse versteht, sollte man sich im Vorfeld ein paar Infos anlesen oder sich direkt Expertenhilfe holen. 

Um ehrlich zu sein, habe ich persönlich bedeutend mehr Zeit VOR als IN dieser Kirche verbracht. Nämlich am Brunnen sitzend. (Wenn ihr den Beitrag über Monti gelesen habt, könnt ihr es euch bestimmt denken wieso.)

Wie so oft saß ich mit meinem guten Freund und Theologiestudenten am Brunnen vor der Santa Maria in Trastevere um den Abend  mit einem 0,66l Peroni Bier aus der benachbarten Bar San Calisto ausklingen zu lassen.

Er erzählte mir irgendwas über eine antike Ölquelle, über den Marienkult und erklärte mir die Bedeutung des güldene Mosaik auf der Vorderseite der Kirche .

Ich philosophierte anschließend über die bröckelnde Fassade des gegenüberliegenden Palazzo Leoni. Leider wurde diese mittlerweile restauriert. Die einst 500 „Shades“ von Kupfer, Pfirsich, mit Nuancen des Grand Canyon, über Bernstein mit einer leichten Rost-Note sind leider einem kühlen silberblau gewichen. Erst war ich schockiert und ein bisschen traurig, aber irgendwann, wird auch diese Fassade bröckeln.

 

Mein Testurteil zur Kirche Santa Maria in Trastevere

  • Ideal für: Pilger, Kunst- Geschichts- und Architekturliebhaber, alle die eine kleine Ruhepause brauchen
  • Top: Mosaik, die Decke, einfach alles! Dann liegt sie noch an einem der schönsten Plätzen in Trastevere und ganz Rom
  • Flop: Mir fällt nichts ein! Hab daher aus Spass mal nach negativen Google-Bewertungen geschaut. Mein Favorit ist: “Schlechter Service, kein Interesse am Touristen.” Wenn man bedenkt, dass es sich um eine der ältesten Kirchen Roms handelt, ist das fast ein bisschen witzig.
  • Lässt sich gut verbinden mit: Besuch in der Bar San Calisto
  • Mein Tipp für euch: Schaut mal hinter die rechte Chorschranke. 

Trastevere – Roms lebendiges Stadtviertel

Tempietto del Bramante: Ein besonderes Kleinod in Trastevere

Tempietto ist das italienische Wort für  kleiner Tempel. Und da denkt man doch gleich die Antike, oder? Tja, hier hat Rom mal wieder eine Überraschung parat. Dieses Kleinod versteckt sich nämlich in einem Innenhof, genau zwischen der Spanischen Akademie und der Kirche San Pietro in Montorio. Auch stammt er nicht etwa aus der römischen Kaiserzeit, sondern aus der Renaissance. Sehenswert ist der Tempietto del Bramante aber allemal: wenn man ihn findet. 

Doch eins nach dem anderen:

Von der Piazza Santa Maria in Trastevere aus geht’s rechts von der Kirche in die Gasse mit dem Namen “Via della Paglia” und dann immer geradeaus bis zum “Vicolo della Frusta.” 

Von da aus geht ihr links die Via Garibaldi bergaufwärts. Nach der ersten Kurve seht ihr rechterhand Stufen, diese solltet ihr nach oben gehen, um genau vor der Spanischen Akademie herauszukommen. Wenn ihr den Tempel nicht nur durch die Gitterstäbe betrachten möchtet, müsst ihr rechts den Eingang zur Akademie nehmen. Der Eintritt ist kostenfrei. Durch einen kleinen wunderschönen Klosterinnenhof kommt ihr direkt und ganz nah zu diesem Renaissance Meisterwerk.

Angeblich steht der Tempietto di Bramante exakt an der Stelle, an der der Überlieferung nach der Apostel Petrus (Pietro) kopfüber gekreuzigt wurde. Allerdings gehen diesbezüglich die Meinungen auseinander.  

Mein Testurteil zum Tempietto del Bramante 

  • Ideal für: Alle, die auf Kleinigkeiten genauso viel Wert legen, wie auf die ganz großen Highlights
  • Top: Im wahrsten Sinne des Wortes ein absolutes Kleinod in Rom. Noch dazu gratis!
  • Flop: Nur des Tempels, bzw Tempelchens wegen lohnt sich der Aufstieg vielleicht nicht unbedingt für jedermann. Aber wenn man schon auf den Gianicolo steigt, kommt man ohnehin hier vorbei.
  • Lässt sich gut verbinden mit: Der benachbarten Kirche San Pietro in Montorio 
  • Mein Tipp für euch:  Besucht den Archetyp des Tempietto di Bramante: Den Herkules Tempel auf dem Forum Boarium (Nähe des Zirkus Maximus) – auf der anderen Seite des Tibers. Die Geschichte dahinter erfahrt ihr auf der Tour durch das versteckte Rom.

Trastevere – Roms lebendiges Stadtviertel

San Pietro in Montorio – eine Bergkirche mitten in Rom

Woher das “Pietro” im Namen der Kirche stammt, sollte klar sein. Aber „Montorio“? Dieser Teil des Namens leitet sich von „Mons aureus“ oder „Monte d’oro“ (Berg aus Gold) ab. Das liegt am gelben Mergelstein, aus dem der Gianolcolo besteht, auf dem die Kirche erbaut ist. 

Don’t judge a book by it’s cover: das gilt auch für die Kirchen in Rom. San Pietro in Montorio ist hierfür ein perfektes Beispiel. Die Außenfassade ist extrem schlicht und geradlinig, dafür gibt’s im Inneren etliche Kunstschätze zu bestaunen. Natürlich hatte auch hier wieder Michelangelo (u.a.) seine Finger im Spiel, wenn auch nur indirekt. Was ich persönlich aber am spannendsten finde, dass sie mich an mein Zuhause in den Abruzzen erinnert. 

Die Kirche wurde im Mittelalter für die Mönche des Cölestiner Ordens erbaut. Papst Coelestin V. war, bis zur Abdankung von Papst Benedikt XVI., der einzige Papst, der sein Amt freiwillig niedergelegt hat (weshalb er auch in Dantes göttlicher Komödie erwähnt wird). Noch dazu stammte er aus meiner italienischen Wahlheimat den Abruzzen. Hier war er als Einsiedler “Pietro del Morrone” bekannt.

Morrone heißt der Berg, an dessen Hang auch noch eine von mehreren Einsiedeleien, die auf Celestino V. zurückgehen und den ich von meinem Balkon aus täglich sehen kann. 

Mein Testurteil zu San Pietro in Montorio

    • Ideal für: Einen Zwischenstopp, beim Aufstieg auf den Gianicolo oder als Location für die römische Traumhochzeit. 
    • Top: Allein die Lage – im wahrsten Sinne des Wortes!
    • Flop: Bisschen dunkel
    • Lässt sich gut verbinden mit: Dreimal dürft ihr raten: Dem Tempietto Bramante und dem “Gipfel” des Gianicolo Hügel 
    • Mein Tipp für euch: Die Verbindung dieser Kirche auf Trasteveres Giannicolo Hügel zu meiner Wahlheimat ist rein zufällig beim Mittagessen mit Annett zur Sprache gekommen. Das zeigt mal wieder, wie wichtig und sinnvoll es sein kann, sich mit Experten auszutauschen. Natürlich hatte die Deutsche Roemerin noch weitere Infos und Anekdoten parat, aber die verrät sie euch am besten selbst. 😉

Trastevere – Roms lebendiges Stadtviertel

Gianicolo – Kanonenschuss und Panoramablick über Trastevere und ganz Rom

Ein paar hundert Meter weiter bergauf liegt auch schon der nächste und letzten Stopp auf der Trastevere Tour. Doch es gibt ein Problem: Ich bin viel zu spät dran und werde es nicht mehr rechtzeitig zum eigentlichen Highlight schaffen: Den Kanonenschuss auf dem Gianicolo. 

Die Terrasse hier oben ist wirklich ein herrlicher Aussichtspunkt von dem ihr Trastevere und ganz Rom überblicken könnt! Man kann sogar die Berge sehen: das hügelige Umland der Castelli Romani. Täglich um Punkt 12:00 Uhr wird hier oben eine Kanone abgeschossen. Da ich aber auf dem Weg ein bisschen getrödelt und teilweise auch völlig die Zeit aus dem Blick verloren habe, werde ich es wohl nicht mehr rechtzeitig schaffen. Dieses tägliche Ritual, die Zeit mit einem Kanonenschuss zu markieren, wurde vor mehr als 150 Jahren von Papst Pius IX. eingeführt. Ziel war es, ein einziges Signal für die offizielle Zeit zu haben, um so unkoordiniertes Läuten der Kirchenglocken zu vermeiden.

Tja, so viel zum Thema Koordination. Für mich ist es jedenfalls zu spät. Es sind war nur ein paar hundert Meter, aber in 3 Minuten werde ich das nicht schaffen. Trotz der Autos ist der Weg einfach zu schön, um ihn zu rennen. Anstatt zu hetzen lege ich einen kurzen Zwischenstopp an dem Monumentalbrunnen Fontana Paola ein. Erst vor kurzem habe ich einen alten Film (glaube aus den 70ern) gesehen, in dem man im Hintergrund Kinder in diesem Brunnen baden sieht.

Während ich die Aussicht geniesse und vergeblich versuche, mich an den Titel zu erinnern, ertönt etwas weiter oben der berühmte Kanonenschuss.

Klar, sollte man den Kanonenschuss in Rom einmal miterlebt haben, auch wenn man, wie ich, ein angespanntes Verhältnis zu lauten Geräuschen (und Schusswaffen) hat. Aber wenn ihr mich fragt, komm ich lieber wegen der schönen Aussicht her. Zum Sonnenuntergang ist das natürlich besonders reizvoll. Das finden auch zahlreiche Pärchen – aus Rom und der ganzen Welt. 

Mein Testurteil zum Gianicolo – Hügel

  • Ideal für: Ganz ROMantische Dates mit Aussicht 
  • Top: Der Weitblick auf die Dächer der Ewigen Stadt! Wir haben zu Erasmuszeiten hier oft mit einer Flasche Wein (vorher im Supermarkt gekauft) gesessen und den Tag ausklingen lassen. 
  • Flop: Bisschen vermüllt. Viele lassen die Hinterlassenschaften ihres Open-Air-Aperitivo leider einfach liegen.
  • Lässt sich gut verbinden mit: Mit dem Besuch vom Vatikan und dem Petersdom oder einem Picknick auf der Aussichtsterrasse. 
  • Mein Tipp für euch: Falls ihr nicht so gut zu Fuß seid, oder nicht laufen wollt. Könnt ihr auch die Buslinie 115 nehmen.

 

Persönliche Highlights und Empfehlungen in Trastevere zu Essen, Trinken, Nachtleben & Co

Hier noch ein paar persönliche Tipps zu meinem Lieblingsthema: Wo kann man in Trastevere gut essen und trinken? 

  • Bei meinem allerersten Treffen mit Annett saßen wir im Restaurant “Roma Sparita”. Genau dort ist bei einer der besten Spaghetti Cacio e Pepe meines Lebens, die Idee zu diesem Blog entstanden. Also nichts wie hin dort: Ein geschichtsträchtiger Ort mit geschichtsträchtiger (typisch römischer) Pasta!
  • Ihr seid eher so der Steetfood-Typ? Kein Problem. Streetfood gibt’s in Trastevere ja fast an jeder Ecke. Für den kleinen Hunger Zwischendurch gehe ich immer gerne zu Trapizzino, direkt hinter der Piazza Trilussa. Ein weiterer Laden, in den ich gerne gehe ist die Panetteria Romana e Spaccio di Paste. Eine Bäckerei in der es frisch belegte Panini, Kekse, Gebäck aber auch Pizza (auf die Hand) gibt.

  • In der Pizzeria Bir e Fud, gibts gute neapolitanische Pizza und eine stattliche Craft-Bierauswahl. 
  • Wenn es um Bier geht, ist “Ma che siete venuti a fà”. Ein römisches Original! Gute Biere, sehr kleine Kneipe, viele Römer.
  • Noch ein weiteres römisches Original ist die Bar San Calisto! Eine absolute Instanz in Trastevere. Allein der “Bar” Schriftzug ist ein Klassiker!

  • Die Piazza Trilussa – hat ein Freund von mir (ein Römer) als “den coolsten Platz in Rom” bezeichnet. Unbestritten ist: Es ist ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt im Nachtleben von Trastevere.
  • Schaut auf einen “Schokoshot” im Rivendita Libri Cioccolata e Vino vorbei. Tagsüber eine Wein- und Buchhandlung, abends Stehbar. Wetten, dass ihr es nicht schafft, die explosiven Shots im Schokobecher mit Sahne zu verzehren, ohne zu lachen?
  • Last but not least: Bucht eine Tour der Deutschen Römerin, für weitere Tipps, Fakten, Anekdoten und Hintergrundinformationen zu Trastevere. 🙂

 

So, das war’s für heute mit unserem Stadtbummel durch das beliebte Viertel jenseits des Tibers, das so oft als “Das Dorf in der Stadt” bezeichnet wird. Vor ein paar Jahren hätte ich dem bestimmt noch zugestimmt. Doch seit ich selber in einem echten italienischen Dorf wohne, tu ich mich mit dieser Bezeichnung eher schwer. Denn Trastevere ist so unverschämt urban, facettenreich und lebendig! Vielleicht wirkt es hier und da mit der Flatterwäsche und den engen Gassen manchmal wie ein kleines Dorf. Aber kein Dorf wird jemals sein wie Trastevere! Ein Stadtteil, der den Wandel gelassen und mit Humor zu tragen scheint und trotzdem ein bisschen trotzig und sich treu bleibt: Ein bisschen Punk, ein bisschen Postkarte. Eine Mischung, die man nur schwer beschreiben kann, sondern erleben muss. 

 

Hat euch der Artikel Lust auf das Stadtviertel gemacht oder seid ihr selbst schon einmal da gewesen?

Wenn ja, was hat euch besonders gut gefallen? Habt ihr persönliche Tipps?

Hinterlasst mir doch einen Kommentar.

Eure Jule

 

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